Seit dem 1. Mai 2015 ist es im Ausland wohnhaften Mitarbeitern gesetzlich verboten, ein Schweizer Geschäftsfahrzeug im EU-Raum für private Fahrten zu benutzen. Lediglich direkte Fahrten zur Arbeitsstätte und kurze Unterbrechnungen sind erlaubt. Damit können Sie als Arbeitgeber auf zwei Arten umgehen.

Die ers­te Opti­on: Sie ver­bie­ten Ihrem Mit­ar­bei­ter jeg­li­che pri­va­te Nut­zung des Fahr­zeu­ges und hal­ten dies im Arbeits­ver­trag fest. Ein­zig tole­riert wer­den kur­ze Fahrt­un­ter­brü­che auf dem direk­ten Weg nach Hau­se oder auf dem Weg zur Arbeit (u.a. Einkäufe).

Die zwei­te Opti­on: Sie mel­den Sie das Fahr­zeug beim Zoll «zur Über­füh­rung in den zoll­recht­lich frei­en Ver­kehr» an, damit Ihr Mit­ar­bei­ter das Fahr­zeug legal für pri­va­te Fahr­ten im EU-Raum nut­zen kann. Dies gilt dann unein­ge­schränkt für Zei­ten nach Fei­er­abend, Aus­flü­ge an den Wochen­en­den wie auch Urlaubs­rei­sen inner­halb der EU.

So stellen wir gemeinsam sicher, dass Ihre Mitarbeiter legal privat im EU-Raum unterwegs sind.

Wenn Sie Ihren Mit­ar­bei­ten­den Pri­vat­fahr­ten im Fir­men­wa­gen ermög­li­chen möch­ten, muss das Fahr­zeug beim Zoll «zur Über­füh­rung in den zoll­recht­lich frei­en Ver­kehr» ange­mel­det wer­den. Mit die­sem kom­ple­xen Vor­gang haben wir uns seit Inkraft­tre­ten des Geset­zes 2015 inten­siv auseinandergesetzt.

Seit Janu­ar 2017 ver­zol­len wir erfolg­reich Fahr­zeu­ge unse­rer Kun­den, dies in den Län­dern Deutsch­land, Frank­reich und Öster­reich. Ita­li­en ist und bleibt sehr unsi­cher, folg­lich sehen wir von Ver­zol­lun­gen nach Ita­li­en ab.

Vor­aus­set­zung

Das Fahr­zeug muss bei der MFFM unter Ver­trag sein. Zudem muss die MFFM Eigen­tü­mer der Fahr­zeu­ge sein. Soll­te dies nicht der Fall sein, so unter­brei­ten wir Ihnen ger­ne tele­fo­nisch oder per Email Lösungsvorschläge.

Unser Ange­bot

Die MFFM küm­mert sich um sämt­li­che admi­nis­tra­ti­ven und orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben und stellt sicher, dass die Ver­zol­lung zeit­na­he und rei­bungs­los abge­wi­ckelt wer­den kann. Sie stellt in Zusam­men­ar­beit mit pro­fes­sio­nel­len Part­nern und Zol­lagen­tu­ren sicher, dass alles ord­nungs­ge­mäss ange­mel­det und abge­wi­ckelt wird.

Las­sen Sie sich beraten

Wir ste­hen Ihnen bei allen Fra­gen rund um die Ver­zol­lung kom­pe­tent zur Seite.

Bera­tungs­ter­min vereinbaren

Verzollung Schritt für Schritt

 

1. Ursprungs­nach­weis
Um ein Fahr­zeug Grenz­gän­ger-sicher zu machen, braucht es zunächst einen Ursprungs­nach­weis des Autos, das mög­lichst aus der EU stam­men soll­te. Ist dies nicht der Fall, wird zusätz­lich 10 Pro­zent Import­zoll fäl­lig, der nicht rück­erstat­tungs­fä­hig ist. Bit­te klä­ren Sie also vor­ab den Pro­duk­ti­ons­stand­ort ab – auch mit unse­rer Hil­fe – es lohnt sich.

2. Anmel­dung bei der Zollagentur
Mit einer Waren­ver­kehrs­be­schei­ni­gung mel­det man das Fahr­zeug bei der Zol­lagen­tur an, die­se stellt der Lea­sing-Gesell­schaft eine Rech­nung für die Mehr­wert­steu­er, die spä­ter zurück­fe­for­dert wer­den kann – ähn­lich, wie wenn man pri­vat Waren aus der EU in die Schweiz aus­führt und am Zoll die Mehr­wert­steu­er zurück­er­stat­tet bekommt.

3. MF Fleet­ma­nage­ment Ser­vice nutzen
Die MF Fleet­ma­nage­ment AG stellt die erwähn­ten Papie­re bereit, der Fah­rer geht damit und mit sei­nem Auto zur Zol­lagen­tur und hat inner­halb von rund zwan­zig Minu­ten alles form­voll­endet abge­wi­ckelt. Die Mehr­wert­steu­er ver­rech­net MF dem Kun­den wei­ter und sorgt aber auch dafür, dass die­ser das Geld über ein kom­ple­xes Rück­for­de­rungs­sys­tem wie­der zurückerhält.

Unser Verzollungs-Paket

Wir kümmern uns für Sie nach der Verzollung um die Rückforderung der im Voraus bezahlten Umsatzsteuer. Bis Dato wurden sämtliche Anträge bewilligt.

Deutschland

MFFM fordert die Umsatzsteuer vollumfänglich zurück (100 %). Die Bearbeitung der Anträge dauerte bis dato zwischen 12 und 18 Monaten. Bei Bewilligung des Rückforderungsantrages erhält der Kunde 100 % der vorausbezahlten Umsatzsteuer zurück.

Frankreich

Neuer Prozess in Frankreich seit 01.2022: Die Mehrwertsteuer wird zum Zeitpunkt der Verzollung berechnet, jedoch nur noch im Hintergrund mit den französischen Behörden abgewickelt. Es gibt keine Vorauszahlungspflicht mehr. Die prozentuale Erfolgsbeteiligung der Drittagentur auf dem vorausbezahlten Betrag der fälligen 20 % Umsatzsteuer auf den Nettofahrzeugpreis weicht einer fixen Pauschale pro Fahrzeugverzollung. Fazit: Bei teuren Fahrzeugen ist diese tiefer als bis dato, bzw. bis Ende 2021. Bei Occasionen oder günstigen Fahrzeugen verteuern sich die Fixkosten einer Verzollung. Die Pauschale der Drittagentur wird drei bis vier Monate nach Verzollung, nach erfolgter Abrechnung mit den französischen Behörden, durch MF Fleet dem Kunden in Rechnung gestellt (Belege Drittfirmen werden offen gelegt). Wichtig: Schweizer Unternehmen sind per französischem Mehrwertsteuergesetz nicht berechtigt einen Vorsteuerabzug auf Fahrzeugen zu machen. Wir als Leasinggesellschaft jedoch schon.

Österreich

MFFM fordert die Mehrwertsteuer vollumfänglich zurück. Die Bearbeitung de Anträge kann jedoch nur mit Hilfe eines externen Partners umgesetzt werden, da eine lokale Steuervertretung sichergestellt werden muss. Dieser Mehrwertsteuerspezialist verlangt bei einer erfolgreichen Rückforderung eine prozentuale Erfolgsbeteiligung als Provision. Bei Bewilligung des Rückforderungsantrages erhält der Kunde folglich einen Grossteil der vorausbezahlten Mehrwertsteuer zurück. Die Bearbeitung der Anträge dauerte bis dato zwischen 6 – 12 Monaten. Wichtig: In Österreich kommen weiter gesetzliche Pflichten wie z.Bsp. NOVA Abgaben dazu. Lassen Sie sich von uns im Detail beraten - es lohnt sich.

FAQ

Welche Regelung gilt bei Dienstwägen für Arbeitnehmer im Ausland?

Seit dem 1. Mai 2015 ist es im Ausland wohnhaften Mitarbeitern gesetzlich verboten, ein Schweizer Geschäftsfahrzeug im EU-Raum für private Fahrten zu benutzen. Einzig toleriert sind kurze Fahrtunterbrüche für Einkäufe oder Briefaufgabe auf dem direkten Arbeitsweg.

Welche Vorgaben gelten bei Dienstwägen für deutsche Mitarbeiter?

Bei Dienstwägen für Mitarbeiter aus Deutschland, sind Sie verpflichtet sich beim Finanzamt in Konstanz anzumelden, falls Sie noch nicht dort angemeldet sind. Für den Privatanteil des Fahrers muss die Mehrwertsteuer nach Deutschland abgeführt werden (siehe www.fa-konstanz.de).

Welche Vorgaben gelten bei Dienstwägen für Mitarbeiter aus Österreich?

Stellen Sie Mitarbeitern aus Österreich einen Dienstwagen, sind Sie verpflichtet sich beim Finanzamt in Graz anzumelden. Die Mehrwertsteuer für den Privatanteil des Fahrers muss nach Österreich abgeführt werden. Vorgeschrieben ist auch ein Fahrtenbuch (aufgrund der Normverbrauchsabgabe) und dass die private Nutzung einen vorgegebenen prozentualen Anteil der gefahrenen Kilometer nicht überschreiten darf (siehe www. bmf.gv.at).

Welche Strafen drohen bei Nichtbeachtung des Gesetzes?

  • sofortige Beschlagnahmung des Fahrzeuges
  • Bussgeld bis zu 25 % des Fahrzeugwertes
  • Allenfalls privatrechtliche Verzeigung des Fahrers
  • zusätzlich sofortige Bezahlung der Mehrwertsteuer fällig

Kann ein zollrechtlich frei überführbares Fahrzeug weitergegeben werden?

Sollte Ihr Mitarbeiter die Firma verlassen, kann ein anderer  Mitarbeiter mit Wohnsitz im Ausland das Fahrzeug übernehmen, ohne dass der Vorgang wiederholt werden muss. Die Verzollung ist europaweit gültig.

Was ist der Vorteil davon die Verzollung outzusourcen?

Grundsätzlich können Unternehmen sich auch selbst um die Verzollung ihrer Fahrzeuge kümmern. Allerdings hat man es rund um Mehrwertsteuern und Zollabgaben mit einer sich ständig verändernden
Gesetzeslandschaft zu tun, weswegen gerade KMU lieber zum Spezialisten gehen.

Haben Sie noch offene Fragen?

Möch­ten Sie mehr über unser Ange­bot erfah­ren? Zögern Sie nicht und rufen Sie uns an. Wir freu­en uns auf Ihren Anruf.

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